Direkt zur Hauptnavigation dem Inhalt oder zum Seitenfuß

Google Map Application
Karte
Liste
Orte
Personen
- = +
Bild
Widerstandsgruppe um Wilhelm Leuschner

"Morgen werde ich gehängt, schafft die Einheit"

Bild
Quelle: Wilhelm-Leuschner-Stiftung Bayreuth

Wilhelm Leuschner
letztes Bild in Freiheit, 1944

Durch den Erwerb einer Fabrik für Bierzapfhähne legte Wilhelm Leuschner 1936 den Grundstein für ein umfassendes Netzwerk von politischen Gegnerinnen und Gegnern gegen die Nationalsozialisten. Es gelang ihm befreundeten Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern eine Anstellung und ein Einkommen in seiner Firma zu verschaffen. Zudem diente die Firma "Leuba" als Tarnung, um ungehindert den Kontakt zu anderen Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern herzustellen. Die damit verbundenen Reisen unterlagen kaum einer Kontrolle durch die Nationalsozialisten, da Leuschners Firma dank einiger Patente zur Metallverarbeitung als kriegswichtig eingestuft worden war.

Bild
Quelle: Wilhelm-Leuschner-Stiftung Bayreuth

Fabrikanlagenentwurf der Firma "Leuba" 1943

So gelang es der Widerstandsgruppe neben Jakob Kaiser auch Kontakte zu Carl Friedrich Goerdeler und den Attentätern des 20. Juli aufzubauen. Die Gruppe um Max Urich und Alwin Brandes tauschte sich ebenfalls regelmäßig mit Leuschner aus. Zudem engagierte sich Leuschner in der „Illegalen Reichsleitung", bestehend aus ehemaligen Gewerkschaftsfunktionären, die im Untergrund und über Kontakte mit dem Ausland Widerstand leistete.

Im Rahmen der Prozesse gegen die Hitler-Attentäter wurde Wilhelm Leuschner im September 1944 verhaftet und hingerichtet.

"Morgen werde ich gehängt, schafft die Einheit"
Wilhelm Leuschner am Vorabend seiner Hinrichtung zu seinem Mithäftling, dem ehemaligen Reichstagsabgeordneten Gustav Dahrendorff
Alternativ Text für Bild (ALT-Tag)
Quelle: Wilhelm-Leuschner-Stiftung Bayreuth

Wilhelm Leuschner im September 1944 vor dem Volksgerichtshof

Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 Zerstörte Vielfalt DGB
02. Mai 1933