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Widerstandsgruppe um Max Urich

Widerstand aus dem DMV

Quelle: Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Max Urich war der ehemalige erste Bevollmächtigte des Deutschen Metallarbeiterverbandes (DMV) im Bezirk Berlin und gehörte zu den führenden Personen des Widerstands aus den Reihen des DMV. Einer der Treffpunkte der Gruppe um Max Urich war das Lokal des Gewerkschafters Albert Voß, in der Antwerpener Straße 6.

"Unser Lokal Antwerpener Straße 6 war ein wichtiger Anlaufort und eine Verteilerstelle für illegales Material."
Die Frau des Gewerkschafters Albert Voß über den Treffpunkt der Gruppe

Max Urich beeinflusste zusammen mit Alwin Brandes maßgeblich die Widerstandsaktivitäten aus den Reihen der ehemaligen DMV-Funktionäre. Nach der Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933 unterstützten sie entlassene Gewerkschaftsangehörige bei deren Versuchen, entgangene Rentenzahlungen vor Gericht gegenüber der Deutschen Arbeitsfront (DAF) geltend zu machen. Urich hielt außerdem den Kontakt zu Kollegen in verschiedenen Berliner Betrieben aufrecht und schuf so ein umfassendes Netzwerk, über das illegale Nachrichten verteilt werden konnten. Hinzu kamen vielfältige Verbindungen zur Gruppe um Wilhelm Leuschner. Um sich über die Widerstandsaktivitäten auszutauschen, traf sich Max Urich mit seinen Verbündeten an wechselnden Orten, zu denen auch das Lokal von Albert Voß zählte. Darüber hinaus war Max Urich, ebenso wie Wilhelm Leuschner, in der „Illegalen Reichsleitung" aktiv und wirkte dort an Planungen für die Zukunft der Gewerkschaften nach einem Sturz des NS-Regimes mit.

Die Widerstandsaktivitäten der Gruppe um Max Urich wurden durch dessen mehrfache Verhaftung häufig eingeschränkt, jedoch nie unterbrochen.

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Quelle: FSB Archiv Moskau

Max Urich (l.) und weitere Häftlinge 1935 im KZ Columbia

Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 Zerstörte Vielfalt DGB
02. Mai 1933