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Zwischen Widerstand & Anpassung

Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter zwischen Widerstand und Anpassung

Dem NS-Regime begegneten die Gewerkschaften nach den Reichstagswahlen am 5. März 1933 mit einem Kurs der Anpassung. Einschränkungen ihrer gewerkschaftlichen Aufgaben nahmen sie als Zugeständnisse zur Rettung ihrer Organisation in Kauf.

Das Bemühen des Vorsitzenden des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) Theodor Leipart um Einvernehmen mit dem Staat spielte dabei eine große Rolle. Bereits im März 1933 verzichteten die dem ADGB zugehörigen Gewerkschaften auf politische Betätigung und ließen sich unter die Aufsicht des Staates stellen.

Im April 1933 gewann die ADGB-Führung die christlichen sowie die Hirsch-Dunckerschen Gewerkschaften für die Bildung einer Einheitsgewerkschaft. Die Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai verhinderte weiterführende Planungen – ein einheitlicher, gewerkschaftlicher Widerstand blieb damit aus.

Dennoch ist seitens der Gewerkschaften keineswegs von einer allgemeinen Akzeptanz gegenüber der neuen Staatsführung zu sprechen. Vielmehr leisteten sowohl einzelne Arbeiterinnen und Arbeiter sowie ganze Gewerkschaftsgruppen Widerstand. Wo dieser genau begann und inwieweit er jeweils als rein gewerkschaftlicher Widerstand bezeichnet werden kann, ist allerdings umstritten.

Zu den Widerstandsgruppen zählten diejenigen um die Gewerkschafter Wilhelm Leuschner und Max Urich. Parallel existierte ab 1933 die so genannte „Illegale Reichsleitung“ als ein Verbund ehemaliger Gewerkschaftsfunktionäre mit zahlreichen Kontakten ins Ausland und zu anderen Widerstandsgruppen. Die Mitglieder des gewerkschaftlichen Widerstandes brachten sich mit ihren Aktionen in Lebensgefahr. Bereits ab März 1933 wurden zahlreiche Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter in Konzentrationslager verschleppt.

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Der Lustgarten

Der Lustgarten war bereits im 20. Jahrhundert ein Ort politischer Kundgebungen. Bis 1932 organisierte die Eisernen Front hier Demonstrationen gegen das NS-Regime. Ab 1933 war der Lustgarten dann Ort der NS-Propaganda.

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Das Tempelhofer Feld

Das Tempelhofer Feld

Auf dem Tempelhofer Feld veranstalteten die Nationalsozialisten den „Feiertag der nationalen Arbeit“. Unter den etwa 1,5 Millionen Beteiligten befanden sich auch viele Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter.

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Das Tempelhofer Feld

Widerstandsgruppe um Max Urich

Max Urich prägte die Widerstandsaktivitäten aus den Reihen des DMV. Nach dem 2. Mai 1933 unterstützten sie entlassene Gewerkschaftsangehörige bei ihren Versuchen, Rentenzahlungen gegenüber der DAF geltend zu machen.

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Wilhelm Leuschner

Widerstandsgruppe Wilhelm Leuschner

Durch den Erwerb der Fabrik Leuba legte Wilhelm Leuschner 1936 den Grundstein für ein Netzwerk aus politischen Gegnerinnen und Gegnern. 1944 wurde Wilhelm Leuschner verhaftet und vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt.

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KZ Columbia

KZ Columbia

Mit dem Ziel ihre Herrschaft zu sichern, errichteten die Nationalsozialisten ab Juli 1933 am Rande des Tempelhofer Feldes ein Gefängnis für politische Häftlinge. Die ehemalige Militärarrestanstalt nutzte die Geheime Staatspolizei bis Ende 1934 als Konzentrationslager.

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KZ Oranienburg

KZ Oranienburg

Die ersten 40 Häftlinge inhaftierte die SA im Konzentrationslager in Oranienburg am 21. März 1933. Das auf einem ehemaligen Brauereigelände errichtete und mitten im Stadtzentrum gelegene KZ war damit das erste seiner Art im Berliner Umland.

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Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 Zerstörte Vielfalt DGB
02. Mai 1933