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Wohnstadt Carl Legien

Wohnungen im Stil des „Neuen Bauens“

Quelle: Akademie der Künste, MWA-28-7, F.71

Ausstellungsplakat zu den Gehag-Wohnungen 1931

Mitten im Prenzlauer Berg liegt die Wohnstadt Carl Legien. Ihr Architekt Bruno Taut war einer der herausragenden Vertreter des „Neuen Bauens“. Taut plante die innerstädtische Wohnsiedlung ab 1925 im Auftrag der GEHAG (Gemeinnützige Heimstätten-Spar- und Bau-AG Berlin). Dort, wo zuvor dicht gedrängte Mietskasernen das Stadtbild prägten, sollte die gewerkschaftliche Siedlung ein neuartiges Wohnen zu erschwinglichen Mietpreisen ermöglichen.

Zentrales Strukturelement der Wohnstadt waren die vier- bis fünfstöckigen U-förmigen Blocks, die jeweils einen begrünten und weitläufigen Innenhof umschlossen. Die insgesamt 1.145 Wohnungen boten circa 8.000 Mieterinnen und Mietern Platz und reichten in ihrer Größe vom Eineinhalb-Zimmer-Appartement bis zur geräumigen Eckwohnung.

Beschreibung der Verbindung von Architektur- und Gewerkschaftsphilosophie

Gehag-Vorsitzender Richard Linnecke äußert sich 1926 über den Bau der Wohnstadt Carl Legien.

Eingesprochener Text aus: Gehag-Vorsitzender Richard Linnecke. Zwei Jahre Gehag-Arbeit. In: Wohnungswirtschaft 8/1926, S. 55/ Deutscher Gewerkschaftsbund

Alle Wohnungen hatten einen Balkon zum Innenhof, der als gemeinschaftlich genutzter „Außenwohnraum“ den Wunsch nach Licht, Luft und Sonne erfüllte. Auch die Innenausstattung der Wohnungen war für Weimarer Verhältnisse fortschrittlich: Gasherd, Spu?lbecken und teilweise sogar Zentralheizung bedeuteten einen gehobenen Wohnstandard und eine Orientierung an praktischen Bedürfnissen. Die Farbgestaltung der Wohnstadt betonte schließlich eine moderne Sichtweise auf den städtischen Raum und seine Bewohner.

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Quelle: Akademie der Künste, Berlin/VG Bildkunst, Sammlung Köster, 28-268

Blick von der Erich-Weinert-Straße 1929/30

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Quelle: Akademie der Künste, Berlin/VG Bildkunst, Sammlung Köster, 28-280

Blick in einen Innenhof in der Erich-Weinert-Straße 1929/30

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Quelle: Akademie der Künste, Berlin/VG Bildkunst, Sammlung Köster, 28-272

Hausgiebel mit Schriftzug 1929/30

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Quelle: Akademie der Künste, Berlin/VG Bildkunst, Sammlung Köster, 28-279

Ansicht der Ladenseite zwischen zwei Häuserblöcken 1929/30

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Quelle: Akademie der Künste, Berlin/VG Bildkunst, Sammlung Köster, 28-270

Zeilenbauten in der Wohnstadt 1929/30

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Quelle: Brenne-Architekten/ Hendrik Gackstatter

Renoviertes Zimmer in der Sodtkestraße 1995

Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 Zerstörte Vielfalt DGB
02. Mai 1933