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Hufeisensiedlung

Architektur der Neuen Sachlichkeit

Quelle: Museum Neukölln

Luftaufnahme der Hufeisensiedlung 1930/31

Wer durch die Straßen der Hufeisensiedlung läuft, dem fällt zunächst die schlichte Architektur auf.

1925 wurde im südlichen Teil von Neukölln die Großsiedlung Fritz-Reuter-Stadt geplant. Für den Bau wurde unter anderem die Gemeinnützige Heimstätten AG (GEHAG) beauftragt, die auf einem Teil des Gutshofs Britz die Hufeisensiedlung errichtete. Sie war eine der ersten Großsiedlungen der Weimarer Republik, wobei ihr die Grundrissform eines Hufeisens ihren Namen gab.

Quelle: Akademie der Künste, Berlin/Martin-Wagner-Archiv, 28-4, F.6

Richtfest mit den Architekten Taut und Wagner (undatiert)

Die Architekten Bruno Taut und Martin Wagner verwendeten einfache Sprossenfenster, Klinkerverblendungen und Glatt- und Rauhputzflächen. Einzelne Wände in rot, blau und gelb bildeten zu den meist weißen Flächen einen Farbakzent. Hervorspringende Treppenhäuser durchbrachen die sonst dezente Architektur. Zum Bauplan der Siedlung gehörten Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser sowie die dazugehörigen Gärten. Von außen wurde die Siedlung von mehrgeschossigen Familienhäusern umschlossen, während sich im Innern Gärten und Einfamilienhäuser befanden. Die Verbindung von Außen- und Innenraum sollte einen weiteren Wohnraum schaffen. Die Hufeisensiedlung vereinte damit ein Gesamtkonzept von sozialem Wohnungsbau, Architektur der Neuen Sachlichkeit und Nutzung von städtischem Raum.

1986 wurde die Hufeisensiedlung unter Denkmalschutz gestellt, 2008 nahm die UNESCO sie in die Weltkulturerbeliste auf.

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Quelle: F. Rep (290) (01) Nr. 0271580/ Landesarchiv Berlin

Die Dörchläuchtingstraße in der Hufeisensiedlung (undatiert)

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Quelle: Akademie der Künste, Berlin/Martin-Wagner-Archiv, 28-4, F.19

Blick in eine Küche (undatiert)

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Quelle: Museum Neukölln

Die Dömitzerstraße 1928

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Quelle: Museum Neukölln

Ansicht einer Hausfassade in der Minningstraße 1929

Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 Zerstörte Vielfalt DGB
02. Mai 1933