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Sport

Arbeitersport und Gewerkschaften

Obwohl nicht ausdrücklich gewerkschaftlich organisiert, war die Arbeitersportbewegung Teil des vielfältigen und alltäglichen Gewerkschaftslebens zwischen 1890 und 1933.
Im Internationalen Handwörterbuch des Gewerkschaftswesens aus dem Jahr 1932 heißt es, die Arbeitersportler seien von den Gewerkschaften bekämpft worden, „weil sie fürchteten, daß die Sportformationen den Arbeiter notwendigeren Aufgaben entziehen könnten.“ Trotz dieser Vorbehalte wurden in der Weimarer Republik der gestalterische Anteil des Arbeitersports für den gesellschaftlichen Wandel und sein werbender Effekt für eine Mitgliedschaft in den Gewerkschaften anerkannt.
Arbeitersport wurde vermehrt als politisches Bekenntnis und ideologisches Erziehungsprogramm wahrgenommen: Er stärke die Gesundheit, fördere die Lebensfreude und bereite seine Mitglieder in Theorie und Praxis auf den „Klassenkampf“ vor. Zwar traten die Arbeitersportverbände nicht explizit als Gewerkschaftsableger in Erscheinung, dennoch dienten die Gewerkschaften den Arbeitersportvereinen bei der Bildung von Interessensgemeinschaften, den sogenannten Arbeitersportkartellen, als Vorbild. In der Eisernen Front, dem 1931 gebildeten sozialdemokratischen Kampfbund, arbeiteten der Arbeiter-Turn- und Sportbund sowie der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund in einer Organisation zusammen.

Turnverein Fichte

Turnverein „Fichte“

Der Turnverein „Fichte“ war einer der größten deutschen Arbeitersportvereine und verfügte sogar über ein eigenes Sportgeschäft. Im März 1933 wurde der Vereinsbesitz durch die Nationalsozialisten zerstört.

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Berliner Gewerkschaftshäuser

Freie Turnerschaft

Als Teil der Berliner Arbeitersportkartelle war die Freie Turnerschaft ein Gegenspieler zum Turnverein „Fichte“. Von der Geschäftsstelle in der Lichtenberger Straße ausgehend, gab es ein breites Freizeitangebot für die Mitglieder.

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Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 Zerstörte Vielfalt DGB
02. Mai 1933