Direkt zur Hauptnavigation dem Inhalt oder zum Seitenfuß

Google Map Application
Karte
Liste
Orte
Personen
- = +
Bild
Bundeshaus des ADGB

Drucken & Denken

Die Presse war in der Weimarer Republik das wichtigste Medium der politischen Information. Dazu gehörte neben vielen Tages- und Parteizeitungen auch die Gewerkschaftspresse.

"... den Geist wissenschaftlicher Sachlichkeit wecken und ausbilden..."

Aus einem Werbeprospekt für "Die Arbeit" von 1925.

Eingesprochener Text aus: Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung (AdsD), Nachlass Lothar Erdmann, 1/LEAA000040

Die seit 1924 erscheinende Monatszeitschrift „Die Arbeit“ richtete sich nicht nur an die Gewerkschaftsmitglieder, sondern ebenso an eine intellektuelle Öffentlichkeit. Deutsche und internationale Autoren wie der britische Nationalökonom John Maynard Keynes debattierten dort über die Ausrichtung der Sozial- und Wirtschaftspolitik. 1925 hatte „Die Arbeit“ etwa 4.000 Abnehmerinnen und Abnehmer. Der Chefredakteur der Zeitschrift, Lothar Erdmann, sah die Gewerkschaften als eine eigenständige gesellschaftliche Kraft und verfolgte einen Kurs der Abgrenzung von der SPD. Seine Devise lautete „durch Sozialismus zur Nation“. Deshalb trat er für eine aktive Außenpolitik und ein starkes deutsches Heer ein. 1933 hoffte er vergebens, die Gewerkschaften durch Anpassung und Entpolitisierung erhalten zu können.

„Die Arbeit“ erschien zum letzten Mal im März 1933. Lothar Erdmann starb 1939 im KZ Sachsenhausen.

vorheriges Bild nächstes Bild
Werbung für „Die Arbeit“ Bild vergrößern
Deutscher Gewerkschaftsbund

Werbung für „Die Arbeit“ (undatiert)

Bild vergrößern
Archiv der sozialen Demokratie/ Friedrich-Ebert-Stiftung

Auszug aus der "Arbeit" 1933

Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 Zerstörte Vielfalt DGB
02. Mai 1933