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Haus des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes

Funktionelle Dynamik

Das Gewerkschaftshaus des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes (DMV) ist ein herausragendes Beispiel für die symbolische Architektur Erich Mendelsohns und verdeutlicht den gesellschaftlichen und sozialpolitischen Anspruch des DMV.

Quelle: BArch, Bild 102-10620/ Pahl

Das Haus der Deutschen Metallarbeiter 1930

Die Aufgabe Mendelsohns war es, ein Gebäude zu entwerfen, das die Bedeutung des Verbandes als größte Einzelgewerkschaft repräsentierte. Im Gebäude sollten sowohl Vorstand und Verwaltung als auch die Druckerei des Verbandes untergebracht werden. Für die Finanzierung waren im Erdgeschoss Räume für vermietbare Ladengeschäfte vorgesehen. Die Bauzeit verzögerte sich nicht nur durch die Weltwirtschaftskrise, sondern auch durch einen wochenlangen Bauarbeiterstreik. Im August 1930 weihte der DMV-Vorsitzende Alwin Brandes das Gebäude feierlich.

An der Straßenseite stehend, fällt zunächst der konkav gewölbte Kopfbau auf, in den zwei Seitenflügel münden. Dort waren die Büros der Verwaltung untergebracht, während sich die Vorstandsräume im Kopfbau befanden. In der Rückansicht sehen Sie einen bogenförmigen Querbau, der die Druckerei beherbergte und die beiden Flügel miteinander verbindet. In der Vogelperspektive entsteht so das Bild eines Zahnradelementes, angelehnt an das Verbandszeichen des DMVs. Während an der Straßenfront deutlich zwischen Kopfbau und Seitenflügeln und damit zwischen Vorstand und Verwaltung unterschieden wurde, wurde diese Hierarchie in der Rückansicht durch eine einheitliche Verputzung aufgehoben. Im Inneren fallen besonders die zahlreichen Messingelemente auf.

"... mit Stolz und Freude das Haus betrachten werden..."

Auszug aus der Rede des DMV-Vorsitzenden Alwin Brandes zur Grundsteinlegung des Gebäudes in der Zeitung "Vorwärts".

Eingesprochener Text aus: "Vorwärts" vom 21. Juli 1929/ Archiv der sozialen Demokratie/ Friedrich-Ebert-Stiftung

Im Zuge der Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933 besetzen SA-Truppen auch dieses Haus. Heute befindet sich das Gebäude, das unter Denkmalschutz gestellt ist, im Besitz der IG-Metall.

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Quelle: Deutsches Historisches Museum

Verbandszeichen des Deutschen Metallarbeiter Verbandes in den 1920er Jahren

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Quelle: Flora Suen

Das Treppenhaus des DMV-Gebäudes 2012

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Quelle: Flora Suen

Treppenaufgang im Erdgeschoss

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Quelle: Flora Suen

Weitere Ansicht des Treppenhauses

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Quelle: Flora Suen

Eingang des unter Denkmalschutz gestellten Gebäudes

Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 Zerstörte Vielfalt DGB
02. Mai 1933