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Berliner Gewerkschaftshaus am Engelufer

Die rote Burg am Engelufer

1890 schlossen sich 30 Gewerkschaften zusammen und beschlossen den Bau eines Berliner Gewerkschaftshauses. Für die beauftragten Architekten Konrad Reimer und Friedrich Körte stand die architektonische Zweckmäßigkeit des Gebäudes im Vordergrund.

1900 eingeweiht, war das Gebäude der zentrale Ort für gewerkschaftliche Organisationen und des politischen Lebens. Aufgrund seiner visuellen Anmutung und der politischen Ausrichtung der Gewerkschaften bezeichneten die Mitglieder es als „Rote Burg“. Seinerzeit besichtigten Vereinigungen, Gewerkschaften und Studentinnen und Studenten das Berliner Gewerkschaftshaus als architektonische Sehenswürdigkeit.

Quelle: F Rep 290 (01) Nr. 0403658/ Landesarchiv Berlin

Postkarte mit Ansicht des Berliner Gewerkschaftshauses (undatiert)

Neben Büros und Wohnungen gab es einen Versammlungssaal, eine Kegelbahn, eine Herberge sowie eine Waschküche. Das Gewerkschaftshaus bestand aus einem Vorderhaus, Seitenflügel, zwei Quergebäuden und den dazugehörigen Höfen.

Erbaut im Stil der märkischen Backsteingotik, sind der rote Ziegelstein und die weißen Putzflächen hierfür das Hauptmerkmal. Dabei lassen die weißen Flächen die roten optisch hervortreten. Die Rundbögen, Giebel und die am oberen Rand des Daches die angedeuteten Rosen bilden die Schmuckelemente des Baus.

Das Haus wurde im Zuge der Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933 von Mitgliedern der SA besetzt. Heute befinden sich dort Eigentumswohnungen.

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Quelle: Beeck100/ wikipedia

Das Berliner Gewerkschaftshaus 2010

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Quelle: Flora Suen

Eingang zum ehemaligen Gewerkschaftshaus 2012

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Quelle: Flora Suen

Das Treppenhaus 2012

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Quelle: Flora Suen

Ansicht des Giebels 2012

Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 Zerstörte Vielfalt DGB
02. Mai 1933