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Bundeshaus des ADGB

Form follows function

„Die Form folgt der Funktion“ - dieser bekannte Satz könnte gut als Motto über dem Verwaltungsgebäude des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) stehen: Das Haus gilt als ein herausragendes Beispiel für das „Neue Bauen“ und die damit verbundenen gesellschaftlichen Vorstellungen.

Bericht von Max Taut

Der Architekt Max Taut äußert sich 1922 über den Bau des ADGB-Hauses und den damit verbundenen Schwierigkeiten.

Eingesprochener Text aus: Max Taut, Das Bürohaus des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftshauses Berlin, in: Bruno Taut, 1920-1922. Frühlicht – Eine Folge für die Verwirklichung des neuen Baugedankens, S.110.

An der Kreuzung von Insel- und Wallstraße stehend, fällt zunächst die skelettartige Konstruktion des Gebäudes ins Auge. Die Architekten Max Taut und Franz Hoffmann setzten auf eine revolutionäre Stahlbeton-Rasterbauweise, wie es sie bis dahin in Deutschland nicht gegeben hatte. Außerdem verstecken keinerlei Verzierungen das Gebäuderaster, vielmehr unterstreichen verschiedene Fassadenfarben zusätzlich die Konstruktionsweise.

Bericht von Max Osborn

Max Osborn berichtet 1924 über den Neubau des "Haus der Arbeit".

Eingesprochener Text aus: Artikel "Das Haus der Arbeit! aus der Beilage der Vossischen Zeitung vom 24. Juni 1924/ Axel Springer Verlag

Ziel der Architekten war es, den Zusammenhang zwischen äußerer Erscheinung und Zweck des Baus herauszustellen. Im Inneren des Gebäudes befanden sich verteilt auf sieben Stockwerke Büroräume, Sitzungssäle sowie Wohnungen und Gästezimmer. Hier verwaltete der ADGB ab Anfang der 1920er Jahre die Angelegenheiten seiner über 7 Mio. Mitglieder. Diese Funktion sollte schon anhand der äußeren Klarheit der Architektur zu erkennen sein. Für Taut und Hoffmann war diese „Sachlichkeit" nicht nur Ausdruck neuer architektonischer und technischer Möglichkeiten, sondern immer auch mit einem sozialen Gedanken verknüpft. Die NSDAP ächtete den Baustil Tauts und der „Neuen Sachlichkeit" so weit, dass er zwischen 1933 und 1945 kaum noch als Architekt arbeiten konnte.

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Quelle: Akademie der Künste, Berlin/Max-Taut-Archiv, 20-45, F.6

Außenansicht des ADGB-Hauses in den 1920er Jahren

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Quelle: Akademie der Künste, Berlin/Max-Taut-Archiv, 20-45, F.7

Das Treppenhaus mit Aufzug (undatiert)

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Quelle: Akademie der Künste, Berlin/Max-Taut-Archiv, 20-45, F.11

Der kleine Sitzungssaal 1924

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Quelle: Akademie der Künste, Berlin/Max-Taut-Archiv, 20-73, F.1

Wettbewerbesentwurf für die Erweitung des Gebäudes 1929

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Quelle: Flora Suen

Der verglaste Aufzug 2012

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Quelle: Thomas Blanck

Kreuzung Ecke Wall- und Inselstraße 2012

Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 Zerstörte Vielfalt DGB
02. Mai 1933