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Gewerkschaftshäuser

Gewerkschaftshäuser in Berlin

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts sind in Berlin Gewerkschaftshäuser entstanden, bei denen architektonisches Fortschrittsdenken und gewerkschaftliches Engagement in eine einzigartige Verbindung getreten sind.

In ihrer Anfangszeit sahen sich viele Gewerkschaften Ablehnung und politischen Repressionen ausgesetzt. Daraus entstand bald der Wunsch nach eigenen Räumlichkeiten, in denen sich das Gewerkschaftsleben frei entfalten konnte – auch wenn dieser Wunsch oft erhebliche finanzielle Leistungen der Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter forderte.

Am 31. März 1900 bezogen die Berliner Gewerkschaften die „Rote Burg am Engelufer“ als einen ersten gewerkschaftlichen Ort des Zusammenkommens, der Organisation und des Kulturlebens. Die „Rote Burg“ war noch ein traditioneller Backsteinbau, doch spätestens in der Weimarer Republik konnten Berliner Gewerkschaftshäuser eine architektonische Vorreiterstellung beanspruchen.

Herausragende Architekten der klassischen Moderne wie Bruno und Max Taut, Erich Mendelsohn und Walter Gropius arbeiteten mit den Gewerkschaften zusammen. Sie entwarfen Gebäude in einer klaren und sachlichen Formensprache, benutzten neuartige Materialien, wie beispielsweise Stahlbeton, und experimentierten mit neuartigen Konstruktionsweisen. Der gesellschaftliche Fortschritt sollte sich in innerer und äußerer Gestaltung der Gewerkschaftshäuser widerspiegeln. Die Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften bot vielen Architekten die Möglichkeit, ihren Ideen freien Raum zu lassen. Kritik am neuen Baustil kam vor allem von Verfechterinnen und Verfechtern der immer noch dominanten konservativen und traditionalistischen Architekturideologie. Aber auch die sozialistische Politikerin Clara Zetkin kritisierte die Gewerkschaftshäuser als „bürgerlich“ und zu wenig orientiert am eigentlichen Charakter der Arbeiterbewegung.

Das ADGB-Haus

Das Bürohaus des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes war ein richtungsweisendes Bauwerk der Architekten Max Taut und Franz Hoffmann.

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Am Engeldamm

Aufgrund seiner Architektur wurde die „rote Burg“ am Engeldamm bald eine Sehenswürdigkeit für Gewerkschaften und Studenten.

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Die Buchdrucker

Spenden der Verbandsmitglieder ermöglichten den Bau des Buchdruckerhaus unter Leitung des Architekten Max Taut.

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Die Metallarbeiter

Das Gewerkschaftshaus des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes repräsentierte dessen Bedeutung als größte Einzelgewerkschaft.

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Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 Zerstörte Vielfalt DGB
02. Mai 1933