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Aus dem Leben der Gewerkschafterin

Mina Amann

Im Zuge der Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933 verlor Mina Amann (geb. 1893 in Hamburg; gest. 1966 in Hamburg) ihr Amt als Leiterin des Frauensekretariats beim Gesamtverband der christlichen Gewerkschaften in Berlin. Daraufhin eröffnete sie einen Tabakladen in Berlin. Hierzu schrieb sie später:

"Mein Geschäft wurde bald die Verbindungsstelle vieler Antifaschisten. Männer und Frauen der illegalen Gewerkschaftsbewegung kamen des öfteren bei mir zu Besprechungen zusammen."
Julia Hörath; Siegfried Mielke, Amann, Mina (1893-1966), Stille Helferin im Widerstand, in: Siegfried Mielke (Hrsg.), Gewerkschafterinnen im NS-Staat: Verfolgung, Widerstand, Emigration, Essen 2008, S. 33-49

Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 organisierte Mina Amann Verstecke für verfolgte Oppositionelle wie Jakob Kaiser, da sie als Frau weniger auffiel, wenn sie Essen von Versteck zu Versteck transportierte. Trotz mehrmaliger Verhaftung durch die Gestapo und dem Wissen, dass Freunde und Bekannte wie Wilhelm Leuschner gefoltert und getötet wurden, kämpfte sie weiter gegen das NS-Regime. Sie überlebte und half nach 1945 beim Wiederaufbau der Gewerkschaften und der Gründung der Berliner CDU. 1966 starb Mina Amann in Hamburg.

Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 Zerstörte Vielfalt DGB
02. Mai 1933