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Aus dem Leben des Gewerkschafters

Max Urich

(etwa 1925)
Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Max Urich (geb. 1890 in Suhl; gest. 1968 in Berlin) war Erster Bevollmächtigter der Berliner Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiterverbandes (DMV).

Der gelernte Büchsenmacher Max Urich war vor dem Jahr 1933 erster Bevollmächtigter der Berliner Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiterverbandes (DMV). Nach 1933 zählte er als Mitglied der Ille­galen Reichsleitung (IRL) zu den aktivsten Gegnern des NS-Regimes.

Im Mai 1933 wurde er als hauptamtlicher Funktionär des DMV vermutlich im Gefängnis Spandau inhaftiert. Nach kurzer „Schutzhaft" war er in der illegalen Leitung der Berliner SPD ebenso aktiv wie im Kreis um Alwin Brandes und Wilhelm Leuschner.

Sein Engagement wurde immer wieder durch Inhaftierungen unterbrochen. Von 12 Jahren NS-Herrschaft war er fünf Jahre in unterschiedlichen Gefängnissen und Kon­zentrationslagern inhaftiert, unter anderen im KZ Columbia, obwohl er nie offiziell verurteilt wurde. Lange Haft und regelmäßige Folter wirkten sich schwer auf seine Gesundheit aus. Nach dem Attentat des 20. Juli 1944 wurde Max Urich verhaftet. Auf dem Transport in das KZ Flossenburg gelang ihm die Flucht.

Als überzeugter Sozialdemokrat wurde Max Urich auch in der DDR inhaftiert. 1951 ging er nach zweijähriger Haft als politischer Flüchtling nach West-Berlin. Hier en­gagierte er sich bis zu seinem Tod 1968 in Gewerkschaften und in der SPD.

Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 Zerstörte Vielfalt DGB
02. Mai 1933