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Aus dem Leben des Gewerkschafters

Martin Plettl

Martin Plettl
(1938)
Nachlass Martin Plettl, Archiv der sozialen Arbeit/Friedrich-Ebert-Stiftung

Martin Plettl (geb. 1881 in Garham/Niederbayern, gest. 1963 in Florida/USA) war der Vorsitzende des Deutschen Bekleidungsarbeiter-Verbandes und wurde am 2. Mai 1933 von den Nationalsozialisten in das SA-Gefängnis Papestraße verschleppt.

Nachdem SA-Männer am 2. Mai 1933 den Sitz des Deutschen Bekleidungsarbeiterverbandes stürmten, verhafteten sie den Vorsitzenden Martin Plettl und verschleppten ihn in das SA-Gefängnis Papestraße. Drei Tage später wurde er zum Polizeipräsidium am Alexanderplatz gebracht und verbrachte eine kurze Haft im Gefängnis in Berlin-Spandau.

Bereits im Oktober 1933 emigrierte Martin Plettl über die Niederlande in die USA. Dort stand er in engem Kontakt mit anderen Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern im Exil. Über seine Kontakte zu US-amerikanischen Gewerkschaften und Arbeiterorganisationen organisierte Martin Plettl finanzielle Unterstützung für gewerkschaftliche Widerstandsgruppen. Als scharfer Kritiker des nationalsozialistischen Regimes verlor Martin Plettl seine deutsche Staatsangehörigkeit.

Martin Plettl
Pittsbourgh Press

In diesem Artikel der Pittsbourgh Press vom 9. Dezember 1933 wird über Martin Plettls Flucht aus Deutschland berichtet. Bei einer Veranstaltung der Liga gegen Faschismus am Vorabend des Artikels sprach er über die politische Lage in Deutschland und sein eigenes Schicksal.

Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 Zerstörte Vielfalt DGB
02. Mai 1933