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Aus dem Leben der Gewerkschafterin

Ella Trebe

Ella Trebe
(undatiert) Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Ella Trebe, geb. Beyer war eine der führenden Frauen im kommunistischen Widerstand in Berlin und wurde wegen „Vorbereitung zum Hoch- und Landesverrat" 1943 im KZ Sachsenhausen hingerichtet.

1902 in Berlin-Wedding in ärmliche Verhältnisse geboren, engagierte sich Ella Trebe gemeinsam mit ihrem Ehemann Paul Trebe seit 1933 in zahlreichen kommunistischen Widerstandsorganisationen wie der „Roten Hilfe" oder auch dem Einheitsverband der Metallarbeiter Berlins (EVMB). Die kommunistische Frauenrechtlerin Ella Trebe hielt die Kommunikation mit antifaschistischen Arbeiterinnen und Arbeiter in unterschiedlichen Betrieben aufrecht und erledigte wichtige Kuriertätigkeiten für die KPD.

"Wir sind stolz auf das, was wir getan haben, nur bedauern wir, dass wir nicht überleben können."
Ella Trebe, kurz vor ihrer Hinrichtung am 11. August 1943, zu ihrer Schwester

Als Paul Trebe, der den Roten Frontkämpferbund (RFB) in Berlin-Wedding leitete, 1943 nach Frankreich zwangsversetzt wurde, übernahm Ella Trebe seine Aufgaben. So verschaffte sie Angehörigen des kommunistischen Widerstands Unterkunft oder leitete deren Nachrichten aus dem KZ Sachsenhausen weiter.

Ihre illegalen Tätigkeiten wurden während eines Verhörs des von ihr unterstützten sowjetischen Spions Ernst Beuthke aufgedeckt, so dass sie am 9./10. Juni 1943 von der Gestapo verhaftet und in das KZ Sachsenhausen gebracht wurde. Nach zweimonatiger Haftzeit wurde Ella Trebe am 11. August 1943 auf Befehl Heinrich Himmlers ohne einen Gerichtsprozess erschossen. Kurz zuvor soll sie ihrer Schwester gesagt haben:
"Wir sind stolz auf das, was wir getan haben, nur bedauern wir, dass wir nicht überleben können."

Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 Zerstörte Vielfalt DGB
02. Mai 1933