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Aus dem Leben der Gewerkschafterin

Christine Höger

Die Bibliotheksgehilfin des Gesamtverbandes der Arbeitnehmer der öffentlichen Betriebe und des Personen- und Nahverkehrs Christine Höger (geb. 1901 in Passau; gest. 1982 in Berlin) verlor nach dem 2. Mai 1933 ihre Anstellung und wurde arbeitslos. Als überzeugte Pazifistin und Sozialdemokratin wollte sie möglichst frei von nationalsozialistischem Einfluss bleiben. So gründete sie 1934 in der Rosenthaler Straße einen Lebensmittelladen für Räucherwaren und Delikatessen.

Im Laufe der Zeit fand Christine Höger Kontakt zu einer kommunistischen Widerstandsgruppe. Sie unterstützte diese zunächst finanziell und übernahm dann auch kleinere organisatorische Aufgaben. 1940 wurde Christine Höger verhaftet und zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. In ihrem Geständnis sprach sie sich gegen den Krieg aus und erklärte sich als überzeugte Sozialdemokratin. Sie überlebte das NS-Regime und starb 81-jährig in Berlin.

Zerschlagung der Gewerkschaften 1933 Zerstörte Vielfalt DGB
02. Mai 1933